Bitte die Beiträge auf das Thema Verlustspielgeld konzentrieren. Andere Anliegen können wir gerne unter Leserbriefen oder einen neuen Diskussionsrunde behandeln!


11.03. Tom Klibisch, SG Geestebuben

ich möchte kurz meine Meinung zum Thema "Verlustspielgelderhöhung" preisgeben.

Ich persönlich habe nix gegen eine Erhöhung, wenn die Mehreinnahmen auch wieder vollständig ausgeschüttet werden. Vorweg würde ich aber gerne wissen wollen, welche Zuschüsse zu welchem Anteil erhöht werden sollen.

Da die breite Masse nicht direkt von der Erhöhung einiger Zuschüsse profitiert wird es auch nicht wahrgenommen. Eine Erhöhung der Verlustspielgelder wird allerdings wahrgenommen, das würde viele Skatspieler verärgern.

Meiner Meinung nach sollte man die Mehreinnahmen nicht für eine Erhöhung einiger Zuschüsse aufwenden. Man sollte damit die Mitgliedsbeiträge senken, das wird auch von der breiten Masse wahgenommen.


08.02. Markus Dockweiler, Beckdorfer Buben

Ich denke, dass man nicht darüber nachdenken sollte den Skat für die breite Masse unattraktiver zu machen, sondern attraktiver.

Das fängt mit dem Abreizgeld an. Der Versuch die Abreizgelderhöhung sportlich zu begründen, wird sicher nicht zielführend sein. Da wir doch alle wissen, dass die Erhöhungen eine Folge von schlechten Beteiligungszahlen an Turnieren sind. Teilweise auch die Folge von sinkenden gemeldeten Mitgliederzahlen. 

In diesem Jahr gibt es das Spiel 200 Jahre lang. Das Spiel ist ein Spiel des Volkes, nur das eine Mitgliedschaft im größten Skatverband der Welt immer weniger Volk mitnehmen kann. In jeder JHV ist das Thema Mitgliederbeiträge ein Thema und es wird immer über eine Erhöhung diskutiert.

Die Frage ist doch, was haben denn die Mitglieder bzw. Vereine für Vorteile im DSKV gemeldet zu sein?

Was mich wundert, dass diese Diskussion im Bremer Skatverband geführt wird, da die "Bremer" doch aus meiner Sicht ein Vorzeigeverband sind.

Was macht attraktiv? Zumindest nicht, wenn sich in der Presse einzelne Vereine als aussterbende Gattungen präsentieren und der DSKV diese Presseartikel auch noch auf der Homepage deutschlandweit verbreitet.

Will heißen, dass man positive Beispiele offensiv darstellen muss und davon gibt es genug! Und auch dazu muss man nur nach Bremen schauen, wie Ihr wisst!

Mir fällt auf, dass Vereine mit aktiven Vorständen keine Probleme haben Mitglieder zu werben. Es gibt wie allen bekannt ist, genug Menschen in Deutschland, die Skat spielen können und auch möchten. Was machen denn die Vereine, um diese oft sogar bekannten Menschen in die Skatclubs zu holen? Diese Frage muss jeder sich selber ehrlich!!! beantworten.

Axel hat in einem vorstehenden Artikel richtigerweise, ein Problem beschrieben, welches leider auch kein Einzelfall ist. Selbst bestehende Vereine melden nicht alle tatsächlichen Mitglieder. So eine Entwicklung halte ich für noch katastrophaler als das neue Problem mit den Abreizgeldern!

Vereine wägen einfach ab, ob es Sinn macht Mitglieder zu melden, die keine Turniere spielen.

Diese Abwägung findet wohl ja nicht einmal bei den einzelnen Mitgliedern statt, sondern in den Vorständen der Skatclubs.

Ich persönlich kann keine passende Begründung für diese Umstände finden, denn Clubs sind keine Sparvereine, sondern sollte für Ihre Mitgliederbeiträge auch eine Leistung gegenüber den Mitgliedern erbringen.

Wenn die zuletzt genannten Probleme mit der Mitgliederwerbung oder Meldung behoben ist, kann man sehen, ob es dann aus finanzieller Sicht überhaupt noch notwendig ist, Abreizgelder zu erhöhen.


08.02. Thorsten Lührs, Beverstedter Jungs

Ich halte es falsch bei das Verlustgeld zu erhöhen, denn wir alle, ob nun gut oder schlecht lernen nur über die Fehler, die wir gemacht haben, sprich die verlorenen Spiele.
Ich bin zudem der Überzeugung, dass Dong mit seiner Aussage recht hat. Die "besseren Spieler" verlieren im Schnitt mehr Spiele als die anderen. Um dies nachzuweisen müsste man jedoch die gespielten Turniere auswerten und nicht nur eines, denn die die oben stehen haben meist zu ihrem Können auch noch Glück gehabt. Sonst würden sie nicht ganz oben stehen.
Nehmen wir nun einfach mal die letzte deutschen Einzelmeisterschaft der Herren. Der erste hat 14 verlorene. Nimmt man die ersten 50 Personen, so lag der Schnitt der Verlorenen bei 12. Somit lag der erste über diesen Schnitt. Der Zweite und Dritte hatten sogar 15 Verlorene. Es ist wahr, dass der Erste prozentual weniger verloren hat, doch dies gleicht er nur mit mehr Spielen aus, er muss letztendlich aber die absolute Zahl der Verlorenen zahlen und nicht seinen prozentualen Schnitt.


08.02 Klaus Bier, Präsident VG38, TSG Seckenhausen

Das Präsidium der VG Bremen hat in ihrer letzten Sitzung. vom 30.1.2013 einstimmig beschlossen,  das Verlustgeld bis auf weiters nicht zu erhöhen.

Einige wenige Personen haben dann einen Vorteil, aber nicht die Masse der Skatspieler/innen! Im Gegenteil: Es werden dann noch weniger Mitglieder gemeldet, als bisher! Dieses sind Erfahrungswerte aus unserer VG.

Wir haben durch Zufall die Mitgliederliste eines Vereins erhalten, hier waren 26 Personen aufgeführt, aber nur 7 wurden gemeldet!

Dieses ist kein Einzelfall, eher die Mehrheit! Dieses ist nicht im Sinne von Skat der Urväter!

Mit Beitragserhöhung wird mehr zerstört, als „man“ gewinnt!


07.02 Jörg Dannemann VG39

auch als Spieler außerhalb der VG 38 möchte die Chance nutzen und meine Meinung zu dem Thema schreiben.

Ich denke es ist sinnvoll einmal die Historie der Diskussion um die Abreizgelder und den jetzigen Verbandstagsbeschluss darzustellen. 2010 hat das DSkV Präsidium dem Skatkongress einen Antrag auf Änderung der Richtlinien für Start- und Nebengelder vorgelegt, indem die Möglichkeit der Erhebung von 1,- € pro verlorenem Spiel ermöglicht werden sollte. In der Diskussion des Antrags zeichnete sich sehr schnell ab, dass der Antrag sehr deutlich abgelehnt werden würde, woraufhin das Präsidium des DSkV dann den Antrag zurückgezogen hat. Da ja nun kein ablehnender Beschluss des Skatkongresses vorlag, nutzte man die Chance 2012 beim Verbandstag den Antrag im „Funktionärskreis“ erneut zu stellen, wo er dann auch genehmigt wurde.

Der Beschluss des Präsidiums jetzt bei den Wettbewerben des DSkV durchgängig 1,- € zu erheben passt ganz zu dem obigen Vorgehen. Ich persönlich lehne dies ab und wir sehen uns aber dennoch manchmal gezwungen diese Regelung anzuwenden (z.B. Tandemmeisterschaft, wo es in den Richtlinien des DSkV festgelegt ist).

Ich denke wir als Skatspieler sollten alles dafür tun es bei der alten Regelung zu belassen und unseren Sport trotz einiger anderer Widrigkeiten (z.B. DEM in Ulm) bezahlbar halten.

Ein Boykott von Veranstaltungen wie der Tandemmeisterschaft etc. wird sicher nicht gelingen, dafür sind die Veranstaltungen trotzdem noch zu schön und ich denke wir alle Spielen gerade auch wegen dieser Art Veranstaltungen im DSkV Skat. Somit bleibt uns nur die (schwierige/aussichtslose?) Möglichkeit über den Antragsweg diese Regelung wieder zu kippen.


06.02. Andreas Steinke, Bremer Skatmusikanten

Ich habe mit entsetzen festgestellt, dass das Verlustspielgeld im DSKV angehoben wurde.

Auch eine Erhöhung in Bremen würde ich nicht gerne sehen.

Skat sollte für alle Gesellschaftsschichten spielbar sein und eine Erhöhung auf 1 Euro würde jedem Skatspieler im Jahr doch mehrere 100 Euro kosten. Das dieses Geld wieder als Zuschuss rausgehen soll verstehe ich nicht. Dann kann ich doch gleich auf diese neuen Zuschüsse verzichten. 

Auch eine Angleichung nach oben halte ich für falsch oder unverständlich. Bremen macht mit seiner VG schon so vieles anders als die anderen VG's oder der DSKV. Warum soll dann grad hier angefangen werden?

Wäre es nicht mal an der Zeit die Wochenspieltage abzuschaffen?

Der einzige Grund der VG könnte doch nur ein finanzielles Problem sein. Wenn dem so wäre, dann sollten wir lieber dort über Lösungsmöglichkeiten reden.


01.02 Axel Brockhoff, Die Glücksritter Oyten

Ich habe versucht das Argument von Stefan anhand einiger Abschlusstabellen nachzuvollziehen. Ich bin zu dem Schluß gekommen, dass erfolgreiche offensive Spieler zwar mehr Spiele pro Serie absolvieren aber im Verhältnis auch weniger verlieren. Es hängt wohl eher mit der Spielstärke zusammen. Nur offensives Spiel gepaart mit mangelnder Spielstärke kostet Geld, führt aber auch nicht zum Erfolg. Also kein besonderer finanzieller Nachteil. Eher werden mittelmäßige Spieler davon abgehalten, ihr Blatt zu überreizen. Beispiel DEM der Herren 2012:
Im Schnitt wurden 16% aller Spiele verloren.
Die 50 Spieler mit den meisten Spielen haben im Schnitt 19% verloren.
Die drei erfolgreichsten davon (auf den Plätzen 1-3) haben im Schnitt nur 13% verloren.


01.02 Stefan Espringal, Bürgerpark Bremerhaven

Generelle stimme ich der Meinung von Axel zu; rein skattechnisch stelle ich allerdings zur Diskussion, dass auf Dauer nur offensives Spielen zum Erfolg führt; genau diesen Leistungsträgern würden allerdings von der angedachten Neuregelung finanzielle Nachteile entstehen.


31.01 Dieter Gutsch, Die Hibiduriker

So wie Axel es vorgeschlagen hat, können wir es machen. Schüler und Jugendliche sollten davon ausgenommen sein.


31.01 Axel Brockhoff, Die Glücksritter Oyten

Es wird alles teurer, dem können wir uns nicht verschließen. Viele Skatspieler würden sich sicherlich über höhere Zuschüsse bei mehrtägigen, auswärtigen Veranstaltungen freuen. Auch vernünftige Austragungsstätten wird es bald nicht mehr kostenlos geben. Ich könnte mir eine sanfte Anpassung deshalb sehr gut vorstellen. Z.B.: ab 2014 1 € ab dem dritten Verlustspiel, 2015 ab dem zweiten und 2016 durchgängig.